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Promotionskolleg "Religiöse Selbstverständnisse und soziale Systeme"

Das Promotionskolleg  – verbindlich für jene, die ein damit verbundenes Promotionsstipendium haben – steht allen DoktorandInnen (nicht nur der Graduiertenschule) als Forschungsplattform offen. Für DoktorandInnen innerhalb der Graduiertenschule, die den Erwerb eines Dr. theol. anstreben, wird die  Mitarbeit empfohlen. Folgende Arbeitsformen gehören dazu:

  1. Im Wintersemester werden zwei halbtägige Kolloquien veranstaltet. Veranstaltung I dient der Projektvorstellung, Veranstaltung II der gemeinsamen Erarbeitung grundlegender Theorieansätze.
  2. Das Sommersemester wiederholt die Struktur. Im Turnus von zwei Jahren wird Veranstaltung II durch eine international-interdisziplinär ausgerichtete Tagung ersetzt. Die DoktorandInnen des Kollegs werden an Planung und Durchführung beteiligt. 
     

Inhaltlich ist das Promotionskolleg neu konzipiert. Sein Programm  „Religiöse Selbstverständnisse und soziale Systeme“ ist  wie folgt umschrieben:


„Das innerhalb der Graduiertenschule „Humanities“ vorgehaltene Promotionskolleg „Religiöse Selbstverständnisse und soziale Systeme“ bietet eine Plattform, multiperspektivisch und interdisziplinär das Aufkommen und die Transformation religiöser Selbstverständnisse und der sozialen Systeme verstehen zu lernen, innerhalb derer sie sich artikulieren. Es trägt der Überzeugung Rechnung, dass religiöse Selbstverständnisse keine von geschichtlichen Prozessen unabhängigen kognitiv-normativen Ansprüche entwickeln. Religiöse Selbstverständnisse, damit aber auch „Heilige Texte“, normative Ordnungen, Ästhetiken und Ritualpraxen etc. lassen sich in ihrem Gewordensein historisch aufklären, ohne dass es sich deshalb bereits erübrigte, Fragen von Legitimität und damit von normativen Gründen zu stellen. Im Promotionskolleg werden deshalb historische, systematische und auch praxisorientierte Perspektiven zusammengeführt. Ein spezifisches Interesse besteht in der Frage, wie und warum sich im Verlauf der Geschichte, zumindest der Christentümer, eine immer stärkere anthropologische Grundausrichtung des Denkens entwickelte. Auch wenn das Kolleg einen Schwerpunkt auf das Christentum legt, so ist es nachdrücklich offen für die Forschung zu anderen religiösen Selbstverständnissen, deren „Grammatiken“ sowie diese begleitende Transformationsprozesse.“


 Der Sprecher des Promotionskollegs ist Univ.-Prof. Dr. Karl-Heinz Braun

 

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