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Arbeitsgruppe "SoKO - internationales, gesellschaftliches Engagement"

Der Name unserer Arbeitsgruppe „SoKO“ steht einerseits als Abkürzung für „Soziale und Kulturelle Ordnungen“, andererseits bezeichnet das Wort in afrikanischen Bantu-Sprachen einen Ort, an dem sich Menschen treffen und Lebensmittel, wie z.B. Reis und Maniok, und Waren austauschen, um ihre Familien zu versorgen. Dementsprechend soll unsere Arbeitsgruppe „SoKO“ als ein interdisziplinärer Ort dem wissenschaftlichen Austausch dienen, an dem Theologie und Sozialwissenschaften zusammenkommen. Dadurch können sowohl unsere einzelnen Promotionsprojekte als auch die von uns zu untersuchenden Gesellschaften und gesellschaftlichen Fragen bereichert werden.

Mit dem Ziel, „[...] die Wirklichkeit [...] im Lichte der großen Ideen der Freiheit, Gleichheit, Vernunft und fortschreitenden Beseitigung von Leid und Unrecht [...]“1 zu sehen, beschäftigen wir uns mit sozialen und kulturellen Ordnungen unterschiedlicher Länder. Der Fokus liegt dabei auf dem Ordnungsverständnis, das den Menschen im Sinne von Walter Eucken in den Mittelpunkt stellt: „Das zentrale Gebot Euckens und der gesamten Freiburgerschule ist die Forderung nach einer ‘menschenwürdige[n] Ordnung’“2 Einige Alumni dieser Universität wie Joseph Höffner betonen dabei beispielsweise den konstitutiven Zusammenhang zwischen dem Ordnungssystem der Wirtschaft (umfassender könnte man sagen: der sozialen Ordnungen) und der Freiheit und Würde des Menschen. Da der Ordnungsbegriff in dieser systematischen Ausprägung eine Besonderheit im deutschsprachigen Raum darstellt, haben wir die Möglichkeit, uns direkt mit Experten vor Ort diesbezüglich auszutauschen. Darüber hinaus bietet der Ordnungsbegriff die Möglichkeit, einen strukturierten Überblick über wirtschaftliche, soziale, religiöse und politische Ordnungen zu erhalten, was von Belang für die Forschungsprojekte der an dieser AG beteiligten Doktorand/innen ist. Wir wollen wirtschaftliche, politische, religiöse und soziale Ordnungen der jeweiligen Länder und deren kulturelle Hintergründe besser verstehen und von ihren Erfolgen und Misserfolgen lernen. Dabei stehen interdisziplinäre Fragen nach sozialer Gerechtigkeit, Globalisierung sowie sozialpolitische Themen in einer kulturell vielfältigen und zunehmend pluralistischen Gesellschaft im Vordergrund. Unsere Motivation: Einen wissenschaftlichen Beitrag zur Situationsverbesserung leisten, das Analysieren, die Theoriedebatte und das Überlegen von Lösungsansätzen.

Wir werden uns regelmäßig treffen, um uns über die Entwicklung und den Stand unserer Dissertationsvorhaben auszutauschen sowie uns gegenseitig durch Feedbacks und Empfehlungen zu unterstützen. Außerdem sollen Vorträge von Experten aus unterschiedlichen Universitäten und Forschungseinrichtungen unser Wissen über die sozialen und kulturellen Themen erweitern. Der Besuch von Institutionen vor Ort eröffnet uns darüber hinaus die Gelegenheit, direkt in der Praxis diverse soziale, politische und wirtschaftliche Problematiken kennenzulernen. All dies soll ein akademisches Netzwerk schaffen, welches zur effizienten wissenschaftlichen Arbeit beiträgt.


1 Münch, Richard (1991): Dialektik der Kommunikationsgesellschaft, Frankfurt am Main, S.34.

2 Blümle, Gerold/ Goldschmidt, Nils (2010): Zur Aktualität der Euckenschen Ordnungsethik für eine Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft, in: Vanberg, Viktor j./ Gering, Thomas/ , Tscheulin, Dieter K. (Hrsg.), Freiburger Schule und die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft, Berlin, S. 21, S 13-32.

Veranstaltungen

  • 08. Januar 2014: Planungsworkshop
  • 05. Februar 2014: Referate und Diskussion über die Begriffe „soziale und kulturelle Ordnungen“, Referenten: Halyna Levki und Luis R. Carrera
  • 26. Februar 2014: Präsentation der Promotionsarbeiten und Diskussion:
    • Halyna Levki: Ambulante Pflege in der Ukraine.
    • Luis R. Carrera: Soziale Marktwirtschaft und Soziale Ordnungen.
    • Deogratias: Friede und Versöhnung in Burundi.
    • Juan Luis Camacho (Gast): Extraktive Wirtschaftspolitik und indigenes Handlungspotential-Verhandlung natürlicher Ressourcen im peruanischen Amazonien.
  • 20. März 2014: Workshop: Einführung in der Systemtheorie:
    • Vortrag von Dr. Dieter Fuchs: Einführung in die Systemtheorie (Luhmann)
    • Referat Gerelchuluun Chuluunbat: Die religiöse Situation in der heutigen Mongolei
    • Referat Sylvester Uche Ugwu: Zivilgesellschaft in Nigeria
  • 05. Juni 2014 gemeinsam mit Dr. Dieter Fuchs: Praxis „Systemtheorie“ nach Niklas Luhmann
  • Exkursionen
    • Juni 2014: Exkursion zum Arnold-Bergstraesser-Institut in Freiburg
    • Juli 2014: Exkursion zum Walter Euckens Institut in Freiburg
    • August 2014: Exkursion zum Institut West-Östliche Weisheit in Freiburg
    • Oktober 2014 Exkursion zum Regionalzentrum der SPD Freiburg
  • WS 2014: Vortrag von Frau Prof. Dr. Ursulla Nothelle Wildfeuer zu sozialen und kulturellen Ordnungen in Bezug auf Religion, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
     

 

 

Ansprechpartner

Leitung: Prof. Dr. Klaus Baumann klaus.baumann@theol.uni-freiburg.de
  Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer Ursula.Nothelle-wildfeuer@theol.uni-freiburg.de


DoktorandensprecherInnen:

 

 

 

Mitglieder der Arbeitsgruppe

Déogratias P. Maruhukiro

Caritaswissenschaft

 

Lawrence Rayappan

Caritaswissenschaft

 

Sylvester Uche Ugwu

Caritaswissenschaft

 

Luis R. Carrera

Caritaswissenschaft

 

Vinothraj Amaladass

Dogmatik

 

Joseph Lourdusamy

Biblische Theologie

 

 

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